Göttliche Weisheit erleben

Göttliche Weisheit
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Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt geworden. Deshalb freue ich mich über euch. Ich will aber, dass ihr weise
seid zum Guten, aber geschieden vom Bösen.

Römer 16,19 LU17

Dieser Vers stammt aus dem Brief des Paulus an die Römer und fordert auf, göttliche Weisheit an den Tag zu legen. Besonders interessant finde ich das Ende dieses Briefes. Dort grüßt der Schreiber Tertius, der diesen Brief für Paulus aufgesetzt hat. Freilich war Paulus, der selbst sehr gebildet war, nicht auf eine Schreiber angewiesen. Der Grund dafür wird im neuen Testament meines Wissens nach nicht genannt und lässt Spielraum für Spekulationen. Ein möglicher Grund wäre vielleicht der Pfalz in seinem Fleisch (vgl. 2. Korinther 12,7).

Göttliche Weisheit und Gehorsam des Glaubens

Gott ruft uns nicht nur zum Gehorsam, sondern auch zur göttlichen Weisheit. Paulus lobte die Gläubigen in Rom für ihre Treue, aber er erinnerte sie auch daran, klug zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Unser Gehorsam allein genügt nicht – wir sollen in göttlicher Weisheit handeln, damit unser Glaube Frucht bringt.

Weisheit Gottes bedeutet, das Gute zu tun, nicht nur, wenn andere es sehen, sondern auch dann, wenn niemand zusieht. Wer weise ist, folgt Gottes Willen nicht weil er die Gottferne fürchtet oder weil er auf das Heil hofft. Er ist gehorsam aus Überzeugung. Er gehorcht Gott aus Dankbarkeit für das, was er bereits empfangen hat.

Göttliche Weisheit zeigt sich in Demut

Ein weiser Mensch erkennt, dass Gottes Pläne oft über unser Verständnis hinausgehen. Er bleibt dennoch im Glauben fest und vertraut darauf, dass Gott alles zu unserem Besten führt. Ein Beispiel dafür ist Abraham: Gott forderte ihn auf, seinen Sohn Isaak zu opfern. Obwohl er den Sinn nicht verstehen konnte, vertraute er darauf, dass Gott einen Weg bereiten würde – und tatsächlich stellte Gott ein Opferlamm zur Verfügung. Göttliche Weisheit bedeutet, auf Gottes Verheißungen zu vertrauen, auch wenn der Weg unklar erscheint.

Der Weise erhebt sich nicht über andere. Er weiß, dass seine Erlösung nicht durch Werke verdient werden kann, sondern allein durch die Gnade Gottes. Deshalb urteilt er nicht über diejenigen, die anders handeln. Jesus machte dies in der Geschichte vom Pharisäer und dem Zöllner deutlich: Der Demütige, der seine Schuld erkannte, ging gerechtfertigt nach Hause – nicht derjenige, der sich selbst für gerecht hielt.

Göttliche Weisheit in der Gemeinschaft

Unsere Umgebung beeinflusst uns mehr, als wir denken. Deshalb ist es wichtig, genau darauf zu achten, mit wem wir unsere Zeit verbringen. Wer sich mit weisen, gottesfürchtigen Menschen umgibt, wird selbst irgendwann in der Weisheit wachsen. Ihre Worte, ihr Handeln und ihr Glaube stärken uns uns und helfen uns dabei zu wachsen. Doch wer sich schlechten Einflüsse aussetzt, läuft Gefahr Irrlehren zu folgen. Deshalb ist es wichtig, in der Gemeinschaft mit Menschen zu suchen, die uns näher zu Gott bringen. Denn wahre Weisheit wächst in vor allem in der Gemeinde Jesu Christi.


Literatur

  • Leitgedanken 2025/03, 12./13.02.2025, Weisheit, die Gott erleben lässt, Verlag Friedrich Bischoff GmbH

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