Fasten

Fasten - Heilfasten
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»Warum fasten wir und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib und du willst’s nicht wissen?« Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter.

Jesaja 58,3 LU17

Fasten im Sinne von Heilfasten tut dem Körper gut. Es entgiftet, alle Funktionen des Verdauungsapparats kommen zur Ruhe und der gesamte Organismus regeneriert sich. Am Anfang kann es sein, dass man Hunger leidet. Doch mit der Zeit verschwindet der Hunger und es wird einfacher.

Nach der ersten Zeit der Disziplin und des Leidens, lässt das Verlangen und der Hunger nach. Man bemerkt den Nutzen für Körper und Geist und man fühlt sich einfach wohler. Man genießt es förmlich, dass man nichts isst und sich dabei gut fühlt. Nach dieser Zeit des Fastens und der Regeneration bietet sich die Chance einer Umstellung auf eine gesunde Ernährung.

Fasten im Geiste

Übertragen auf das Geistige, verhält es sich ähnlich. Wenn man etwas tut, das der Seele gut tut, dann kann das zunächst eine schmerzhafte Erfahrung sein. Wer sich lange Zeit in Bequemlichkeit und Nachlässigkeit eingerichtet hat, dem fällt es zunächst schwer, Disziplin zu üben. Sich regelmäßig in Geduld, Ehrlichkeit oder Selbstbeherrschung zu versuchen, kann anfangs mühsam und unangenehm sein. Doch mit der Zeit erkennt man, dass diese Tugenden das Leben bereichern. Wer sich etwa darin übt, nicht immer das letzte Wort haben zu müssen, wird zunächst das Gefühl haben, sich zurückzunehmen und zu verlieren. Doch später erkennt er, dass er an Gelassenheit und innerer Ruhe gewinnt.

Fasten von der Lieblingssünde

Ich musste dabei an das denken, was unser Diakon Anfang diesen Jahres sagte. Jeder hat seine Lieblingssünde, die er einfach nicht lassen kann. In der Fastenzeit bietet sich uns die Chance komplett auf diese eine Lieblingssünde zu verzichten. Das mag in der ersten Zeit weh tun und man möchte am liebsten aufgeben, doch der Versuch lohnt sich. Nach dem Verzicht auf diese Lieblingssünde fällt es einem viel leichter diese eine Sünde komplett zu lassen.

Hochmut fasten

Wer bisher immer hochmütig war und sich in der Demut übt, der leidet vielleicht erst darunter, dass er sich erniedrigt und er merkt vielleicht, dass er nichts besonderes ist, wenn er sich von seinem hohen Ross herab zum einfachen Volk begibt. Aber mit der Zeit bemerkt er das Leid anderer und möchte ihnen dann Gutes tun.

Fasten vom Groll

Dann gibt es Menschen, die können ihrem Nächsten nicht vergeben. Oft hört man davon, dass sich diese Unversöhnlichkeit bis in die Ewigkeit zieht. Es gibt Menschen, die schaffen es einfach nicht zu vergessen, was ihnen dieser Mensch einst angetan hat.

Aber vielleicht kann man sich einfach mal fragen, was man für andere in der Ewigkeit alles tut. Betet man für diese Seelen in der Ewigkeit? Erzählt man sich alte Geschichten? Stiftet man ihnen sogar ein Andenken?

Wenn man jemandem nicht vergeben kann, es jedoch gerne möchte, könnte man versuchen, genau diese Dinge auch der Person zukommen zu lassen, der gegenüber man noch Groll hegt.

Das kann im ersten Moment schmerzhaft sein. Vielleicht denkt man, dass habe dieser Mensch doch nicht verdient. Doch was ein Mensch Verdient hat oder nicht, das obliegt dem Urteil Gottes. Mit der Zeit werden auch diese Gedanken des Grolls verschwinden und man erkennt, dass man Gutes getan hat.


Literatur

  • Leitgedanken 2025/03, 19./20.03.2025, Wahre Frömmigkeit, Verlag Friedrich Bischoff GmbH

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