Tue Gutes und sprich darüber – 2. Advent

Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.
Johannes 3,19-21 LU17
Als ich den letzten Vers unseres Textwortes las, musste ich sofort an den bekannten Spruch „Tue Gutes und sprich darüber“ denken.
Oft wird diese Redewendung eher negativ verstanden. Man tut Gutes, um gesehen zu werden oder um gut da zu stehen. Aber ich möchte gerne den positiven Aspekt dieses Spruches beleuchten.
Tue Gutes und sprich darüber – positiv gesehen
Normalerweise tut man Gutes und behält es für sich. Denn das beweist eine demütige Haltung. Doch das bedeutet, sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Es wird nicht gesehen und vielleicht wird es dann auch nicht von dem gesehen, der gerade dieses Licht bzw. diese Gabe gerade dringend braucht.
Deswegen ist es gut über die guten Taten zu sprechen, die wir tun. Zeigen wir doch oder erzählen wir doch davon, welche Gaben wir von Gott erhalten haben. Dann wissen die Bedürftigen, wer genau die Gabe hat, die sie gerade jetzt brauchen und wo sie sich hinwenden müssen, damit ihnen geholfen wird.
Tue Gutes und sprich darüber – Das Gegenteil
In der Arbeitswelt hört man von den weniger motivierten Menschen oft den gegenteiligen Spruch:
Sei schlau und stell dich dumm.
Wer sich dumm anstellt muss keine weiteren Aufgaben übernehmen. Wer beim Geschirrspülen den dritten Teller in Folge fallen lässt muss bestimmt kein weiteres Mal spülen. Doch ist das im Sinne Gottes? Als Gotteskinder wollen wir unsere Hilfe doch anbieten.
Und wenn wir unsere Hilfe bzw. unsere Gaben anbieten, dann ist es so würde unser himmlischer Vater zu seinen Kinder sagen:
Liebes Gotteskind, ich habe hier für dich ein Werkzeug gesetzt, um dir zu helfen.
Also Mache dich auf! Es ist Zeit Gutes zu tun! Tue Gutes und sprich darüber!
Wer Gutes tut, (er)lebt seinen Glauben
Wenn man nur an sich selbst denkt, dann lebt bzw. erlebt man seinen Glauben nicht wirklich. Seinen Glauben zu leben bedeutet das Evangelium in Wort und Tat weiter zu tragen. Es bedeutet das Doppelgebot der Liebe zu halten und es bedeutet Gutes zu tun.
Seinen Glauben erleben heißt Glaubenserlebnisse zu haben und welche zu haben ist viel wahrscheinlicher, wenn man seinen Glauben lebt. Wenn man sein Herz an Gottes Willen ausrichtet, ändert sich die Herzenseinstellung. Man erkennt Gott hinter Dingen und Ereignissen, die man sonst für Zufall halten würde.
Also lasst uns unser Herz an Gottes Willen ausrichten. Dann ändert sich unsere Herzenseinstellung und unser Herz wird sehend. Mit einem solchen Herzen können wir das Göttliche erkennen und Glaubenserlebnisse haben.
Literatur
- Leitgedanken 2025/12, 07.12.2025, Entscheidung für das Licht, Verlag Friedrich Bischoff GmbH
