Gottes Güte

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
Psalm 103,2 LU17
Das Jahr 2025 ist nun vorüber und für 2026 erhalten wir ein neues Jahresmotto. Das alte Motto hat dann ausgedient, könnte man meinen. Aber natürlich ist das nicht der Fall. Ich erinnere mich noch an einen Gottesdienst, als der Dienstleiter sagte, dass wir die Leitsätze zum Jahresanfang wie Perlen auf einer Kette aufreihen können. Denn all diese Motti sind Ausdruck der Güte Gottes und verlieren niemals ihre Gültigkeit.
Die Tradition der Jahresmotti begann erst im Jahre 2014 und löste das Grußwort zu Pfingsten ab:
| 2014 | Mit Liebe ans Werk |
| 2015 | Freude in Christus |
| 2016 | Siegen mit Christus |
| 2017 | Ehre sei Gott, unserem Vater |
| 2018 | Treue zu Christus |
| 2019 | Reich in Christus |
| 2020 | Christus macht frei |
| 2021 | Christus – unsere Zukunft |
| 2022 | Gemeinsam in Christus |
| 2023 | Mit Christus dienen und regieren |
| 2024 | Beten wirkt |
| 2025 | Es ist Zeit, Gutes zu tun |
Auch wenn das Jahr 2025 zuende ist, wollen wir nicht aufhören, Gutes zu tun. Dabei können uns die Motti der vergangenen Jahr helfen. Gehen wir doch z.B. immer mit Liebe ans Werk. Bleiben wir doch treu im Werke Gottes und gehen wir doch gemeinsam dem Herrn entgegen.
Dank sei für Gottes Güte
Überlegen wir einmal, was Gott uns in diesem Jahr alles Gutes getan hat. Er hat dafür gesorgt, dass wir immer noch einen Platz haben, an dem wir sein Wort vernehmen können und Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl mit ihm feiern können. Er hat dafür gesorgt, dass Kirchenhäuser renoviert oder neu gebaut wurden und das ist nicht selbstverständlich. Wir haben kein Anrecht darauf. Es ist die Gottes Güte.
Der Herr sorgt dafür, dass wir körperlich dazu in der Lage sind, die Gottesdienste auch weiterhin zu besuchen. Er hat die Wege immer frei gemacht und schützend seine Engel an unsere Seite gestellt.
Gott hat auch in diesem Jahr dafür gesorgt, dass es uns gut geht. Hier in Deutschland herrscht weder Krieg noch Armut. Natürlich könnte ein jeder mehr haben, aber es reicht zum Leben. Die meisten von uns können es sich sogar leisten in den Urlaub zu fliegen oder zu fahren.
Vielleicht hat jemand einen neuen, besseren Arbeitsplatz erhalten, seinen Lebenspartner kennengelernt oder Nachwuchs bekommen. Hochzeiten wurden gefeiert, grüne Hochzeiten, Silberne, Goldene und noch ältere wurden gefeiert. Es wurde Segen gespendet auch zu Taufen und zu Versiegelungen. All das ist möglich durch die Gottes Güte.
Auch wenn wir schwere Stunden durchleben mussten, hat uns Gott nie verlassen. Er war immer bei uns und hat uns mit seiner Liebe und Güte neue Kraft geschenkt.
In den aktuellen Leitgedanken ist die Rede vom Jahrbuch der Güte Gottes. Ich konnte zunächst nichts mit diesem Ausdruck anfange und gab es in die Suchmaschine ein. Doch ich fand nichts. Das Jahrbuch der Güte Gottes ist kein gedrucktes Buch. Es ist dass, was in deinem Herzen steht. Jeder hat seine eigenen Erinnerungen und besonderen Momente, für die er Gott dankbar ist.
Dank sei allen, die Gutes getan haben
Aber nicht nur Gott wollen wir am Ende diesen Jahres Danken. Wir wollen auch den Menschen danken, die Gutes getan haben. Auch dieses Jahr gab es wieder viele, viele helfende Hände im Werke Gottes. Es wurden neue Ämter besetzt und den neuen Gemeindehelfern, Diakonen, Priestern und so weiter sind wir zu Dank verpflichtet. Auch den Familien dieser Glaubensgeschwister, die das Amt mittragen, gilt unser Dank.
Es gibt so viele Talente, die sich in der Kirche einbringen. Die Sänger im Chor und alle die ein Instrument in der Kirche spielen. All diesem Menschen gilt unser Dank. Durch ihre Musik wird dem Wort Gottes Nachdruck verliehen.
Auch den Menschen, die sich um den Reibungslosen Ablauf der Übertragungsgottesdienste kümmern sei hier gedankt. Auch die Planung von besonderen Ereignissen muss von fähigen Menschen übernommen werden. Die Bezirke und die Gemeinden müssen von Menschen geleitet werden. Auch ihnen sei gedankt.
Den Putzgruppen und denen die den Altarschmuck übernehmen und denen die Kaffee kochen. Allen sei für ihrer Arbeit gedankt. Durch ihre Mühen ist das Gemeindeleben erst so wie wir es heute kennen.
Es gibt so viele helfende Hände, die unsichtbare Arbeit verrichten. Menschen, die im Verborgenen handeln und ohne die das Werk Gottes zum Stocken käme. Auch diesen Menschen sei Dank!
Und vor allen sei denen Dank, die unermüdlich beten. Möge die Liebe und Güte, die sie ausgeteilt haben, in ihr eigenes Herz zurückkehren.
Gutes tun durch Selbstprüfung, Reue und Umkehr
An jedem Jahresende hören wir von allen Seiten das Gleiche: Nimm dir Zeit für Selbstreflexion. Stand das Jahresmotto in diesem Jahr wirklich in meinem Herzen und konnte ich es verwirklichen? Konnte ich dieses Jahr wirklich Gutes tun? Hätte ich vielleicht mehr tun können? Wo war ich gleichgültig und wo habe ich mehr an mich selbst als an meine Glaubensgeschwister gedacht?
Gibt es vielleicht jemanden, den ich um Vergebung bitten muss? Kann ich jemandem vergeben? Gibt es vielleicht eine Aufgabe, die ich lange Zeit abgelehnt habe, aus welchen Gründen auch immer? Jetzt haben wir die Chance umzukehren und einen Neuanfang zu wagen.
Gottes Güte in der Zukunft
In vergangenen Jahr wurde viel Gutes getan, daran besteht kein Zweifel. Die beste Zeit, Gutes zu tun liegt aber in der Zukunft, im tausendjährigen Friedensreich. Wenn der Herr in all seiner Herrlichkeit mit den Seliggepriesenen auf die Erde zurück kehrt. Dann wird wahrhaftig Gutes getan. Dann wird allen Menschen, die jemals gelebt haben das Evangelium verkündet und ihnen allen wird das Heil angeboten.
Das heißt nicht, dass wir jetzt untätig sein dürfen. Wie müssen jetzt schon dafür sorgen, dass alle Menschen in unserem Umfeld von Werk Gottes erfahren. Die beste Zeit Gutes zu tun ist jetzt. Mache dich auf, Gutes zu tun. Verkünde das Evangelium und bringe Gottes plan den Menschen nahe. Tue Gutes in deinem Wirkkreis.
Literatur
- Leitgedanken 2025/07, 09./10.07.2025, Gottesdienstliche Gemeinschaft, Verlag Friedrich Bischoff GmbH
