Jesus steht an unserer Seite

Christus steht an unserer Seite
Unsere Kraftquellen, Gebet, Heilige Schrift und Gegenwart Gottes -visualisiert mit Bing Image Creator

Denn da er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.

Hebräer 2,18 LU17

Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.

Bibellesung: Hebr 4,14-16

Der Hebräerbrief ist ein Lehrschreiben, gerichtet an die judenchristliche Gemeinde. Im Kern steht die Botschaft, dass Jesus Christus allein die Quelle unseres Heiles ist. Weder Engel oder andere Mächte können uns aus der Gottferne retten. Unser Textwort (Hebr 2,18) stellt klar, dass Jesus wahrer Mensch war und alles durchleiden musste, was auch wir erleben. Deshalb versteht er uns und will uns helfen.

In der Bibellesung wird Jesus Hohepriester genannt. Diese Verse sind wie eine Einleitung für die folgenden Verse, wo Jesus schließlich als Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks bezeichnet wird. Die vorgelesenen Worte lassen erahnen, dass Jesus wahrer Mensch ist und doch hat er es durch göttliche Kraft geschafft Sündlos zu bleiben. Im alten Testament reichte Melchisedek Brot und Wein. Im Hebräerbrief werden wir aufgefordert an den Thron der Gnade heranzutreten, um Barmherzigkeit und Gnade zu empfangen. So ist dieser Vers mit den Ereignissen rund um Melchisedek aus dem alten Testament verwoben und in sich geschlossen.

(siehe auch Christi Gegenwart)

Jesus Christus – wahrer Mensch und wahrer Gott

Jesus wurde als wahrer Mensch in ärmlichen Verhältnissen geboren. In einem Stall erblickte er das Licht der Welt und wurde in eine Futterkrippe in Stroh gebettet. Er wuchs als Kind und als Jugendlicher auf. Er spürte die Sorgen seiner Eltern. Auf der anderen Seite traf er auch auf Ablehnung. Er fand seine Jünger, aber er stieß auch auf taube Ohren. Schließlich wurde er zu unrecht als Verbrecher verurteilt und musste einen qualvollen Tod erleiden. Er versteht was es heißt, ein Mensch zu sein und deshalb möchte er uns helfen.

Jesus ist Teil des dreieinigen Gottes. Er ist ewig und deshalb sagen viele, dass er selbst als Melchisedek im alten Testament erschien. Wir bekennen, dass Jesus Gottes Sohn ist. Durch diese Stellung zu Gott dem Vater ist ihm göttliche Vollmacht gegeben, die ihm ermöglich uns schwachen Menschen das Heil zu eröffnen.

Diese doppelte Natur macht ihn einzigartig: Er versteht unsere menschliche Natur vollkommen, weil er es selbst erlebt hat und er kann uns retten, weil er Teil der Gottheit ist.

Dabei muss ich an ein Lied von Albert Frey denken, wo es heißt:

Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst
Und dass du mich beim Namen nennst und mir vergibst
Herr, du richtest mich wieder auf
Und du hebst mich zu dir hinauf
Ja, ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst

https://www.musixmatch.com/de/songtext/Albert-Frey-Andrea-Adams-Frey-Feiert-Jesus/Wo-ich-auch-stehe

Jesus geht noch weiter, er liebt uns trotz unserer Sünden und vergibt uns. Er liebt uns trotz unserer Fehler und schwächen. Er möchte, dass alle Menschen errettet werden und deshalb hat er sich für uns geopfter.

Jesu Sieg über die Versuchung – Was wir daraus lernen können

Jesus versteht uns, aber im Gegensatz zu uns schwachen Menschen hat er es geschafft sündlos zu bleiben. Doch dieser Sieg kam nicht aus seiner menschlichen Natur oder durch menschliche Willenskraft. Wir alle kennen sicher den folgenden Spruch:

Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.

Sicher hat Jesu menschliche Natur rebelliert, als ihn der Teufel versuchte. Die Macht Steine zu Brot zu machen, um seinen Hunger zu stillen war bestimmt verlockend. Ein normaler Mensch wird vielleicht Schwach, wenn ihm alle Reiche dieser Welt zu Füßen gelegt werden. Doch Jesus blieb stark.

Wenn Jesus sich auf seine menschlichen Fähigkeiten verlassen hätte, wäre er vermutlich genauso gescheitert, wie wir übrigen Menschen scheitern würden. Jesus legte sein ganzes Vertrauen in Gottes Hilfe und sein Vater gab ihm die Kraft zu widerstehen.

Jesus dient uns als Vorbild und so wollen wir auch in der Versuchung ganz auf Gottes Hilfe vertrauen und nicht darauf, dass unser Wille stark genug ist. Vertrauen wir also wie Jesus auf Gott und schöpfen immer wieder aufs Neue Kraft aus Wort, Gebet und der Gemeinschaft mit Gott und unseren Glaubensgeschwistern.

Doch Jesus soll uns noch viel mehr als nur ein Vorbild sein. In Hebr 5,9 heißt es, dass er der Urheber der ewigen Seligkeit ist. Wenn wir ihm nur nachfolgen, gibt er uns die Kraft dazu, ihm immer ähnlicher zu werden. Als schwache Menschen können wir ihm natürlich nicht ganz gleich werden. Was zu viel ist, nimmt er hinweg und was fehlt legt er hinzu.

Hilfe in unserer Anfechtung

Gottes Wort leitet uns und gibt uns Orientierung. Einerseits durch die Worte Jesus, das Evangelium und die Heilige Schrift, aber auch durch den Heiligen Geist in der Predigt. Er gibt uns Sicherheit durch die Sakramente, mit Hilfe derer er uns die Sünden vergibt und mit uns Gemeinschaft pflegt. Er schenkt uns unverdient seine Gnade immer wieder aufs Neue.

Im „Unser Vater“-Gebet steht die Bitte: Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Damit bitten wir darum, dass Gott uns vor allen Versuchungen bewahren möge und dass er uns die Kraft schenkt, dem Bösen zu widerstehen. Beten wir doch einmal ganz bewusst diese Passage, denn Jesus hört diese Bitte und er steht an unserer Seite – ganz sicher!


Literatur

  • Leitgedanken 2026/02, 18./19.02.2026, Christus steht an unserer Seite, Verlag Friedrich Bischoff GmbH

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