Palmsonntag 2024 – Jesus auf dem Füllen

Füllen - Eselsfüllen - Palmsonntag
Das Eselsfüllen, das auf die Jünger wartet visualisiert von Bing Image Creator - editiert mit Playground.ai und GIMP

Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.

Lukas 19,38-40 LU17

An Palmsonntag gedenken wir Jesu Einzug in Jerusalem. Die Bibellesung an Palmsonntag handelt von dem Ereignis, das den Leidensweg Christi einleitete. Besonders interessant ist, dass Jesu Christi auf einem Füllen in Stadt ritt. Viele wunderten sich über dieses ungewöhnliche Reittier, schließlich sollte Jesus ein König sein, der sie alle erretten würde.

An einem Esel ist nun wahrlich nichts majestätisches, das auf ein Königsein, so wie wir es uns vorstellen, hinweisen würde. Doch Jesus ritt auf dem Füllen, weil es in der Schrift geschrieben stand. In einem Wortbeitrag sprach unser Evangelist davon, dass es noch viel mehr Hinweise auf Jesus im Alten Testament gibt (siehe auch Gott erfüllt seine Verheißungen).

Ein Füllen als Zeichen der Demut

Eine weiterer Grund, dass Jesus ein Füllen als Reittier wählte ist, das er aus der Niedrigkeit wirkt. Er wollte demütig und nicht hochmütig sein. Natürlich wäre es schön anzusehen gewesen, wenn der König der Juden auf einem schwarzen Hengst in Jerusalem eingezogen wäre. Aber das hatte seine Wirkung völlig verfehlt.

Er ist der Sohn Gottes und hätte sehr wohl auch ein imposanter es Tier wählen können. Dennoch entschied er sich aus den genannten Gründen dafür, auf einem Füllen in Jerusalem einzuziehen. Damit zeigte er auch, dass das Evangelium keine irdischen Statussymbole braucht. Allein die Botschaft zählt.

Macht des Auftrages

Als Jesus den Jüngern auftrug, das Füllen zu holen, taten sie es ohne zu zögern. Wie selbstverständlich gingen sie hin und wollten das Tier losbinden. Auf die Frage, „Was tut ihr da mit dem Füllen?“, antworteten sie: „Der Herr bedarf seiner!“.

Dieses Ereignis zeugte von der Macht des Auftrages. Jesus hab den Jüngern den Auftrag sein Reittier zu holen und stattete sie mit der Macht aus, den Auftrag auszuführen.

Während des Gottesdienstes zu Palmsonntag stellte sich der Evangelist vor, wie es wäre, wenn jemand Fremdes das Auto des Evangelisten aufschließen würde und Anstalten machte, mit dem Auto weg zu fahren. Wenn er dann fragen würde, was der Fremde da tut und er bekäme die Antwort „Der Herr bedarf seiner!“ Was würden er dann tun?

Ich weiß nicht, wie diese Situation ausgehen würde, doch ich weiß, was damals geschehen ist. Die Jünger bekamen von Jesus höchst persönlich einen Auftrag. Um diesen Auftrag erfüllen zu können, gab er ihnen Vollmacht, schaffte nötige Voraussetzungen und half ihnen auf geheimnisvolle Art und Weise diesen Auftrag zu erfüllen.

Jesus bringt Frieden – Wir tragen ihn weiter

Jesus ist auf die Welt gekommen, um uns Menschen Frieden zu bringen. Heute können wir jeden Gottesdienst – wenn wir es wollen – den Frieden des Auferstandenen empfangen.

Als Christen sollen wir diesen Frieden in die Welt tragen. Der Dienstleister erzählte davon, dass er beim Morgenspaziergang immer freundlich grüßt. Auch wenn er von den anderen nur ein Grummeln erntet, behält er diese Angewohnheit bei.

Wenn er die Leute mit einem Lächeln begrüßt, fühlt er sich wohl und er bewahrt so den Frieden in seinem Herzen. Wenn er stattdessen nur grummeln würde, wie die anderen Spaziergänger, wäre sein Frieden dahin.

Wer den Frieden so in seinem Herzen trägt und nach außen scheinen lässt, hilft dabei das Reich Gottes in die Welt zu tragen und ist ein sichtbares Zeugnis des Evangeliums.


Literatur

  • Leitgedanken 2024/03, 24.03.2024 Jesu Einzug in Jerusalem, Verlag Friedrich Bischoff GmbH

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